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Wiedersehen mit alten Bekannten

60 Ausstellungen hat das ehrenamtlich arbeitende Team des Kunstmuseums Hersbruck aus der Taufe gehoben, seit Anna M. Scholz zur Jahrtausendwende das ehemalige Einlasshaus am Spitaltorturm von der Stadt Hersbruck zur Verfügung gestellt bekam. Sie wollte regionale Kunst ausstellen, fördern und archivieren- oft ganze Künstlernachlässe.

4000 Bestandskatalogsnummern im Archiv des Kunstmuseums stehen für ebenso viele Einzelwerke. Sie alle zu präsentieren, würde selbst ein großes Haus überfordern und so haben die Kuratoren der Jubiläumsausstellung versucht, mit beispielhaften Werken an die schönsten Ausstellungen der letzten Jahre zu erinnern.
Das ist wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten und sehr abwechslungsreich.
Denn eine gestalterisch reduzierte Schale des Keramik-Doyens Wilhelm Kuch darf sich den Platz in der Vitrine mit versponnen Glas-Eiern des Kasselers Wolfgang Luh oder den fragilen Frauenfigurinen von Reinhard Eiber teilen.
Die zarten Dorfansichten von Julie Seifert, mit denen das Kunstmuseum 2000 seinen Ausstellungsreigen begann, behaupten sich Seite an Seite mit dem skurrilen Werk von Reiner Zitta.
Ein farbensprühendes Gemälde von Paul Heinrich Nodnagel verträgt sich sehr schön mit den bläulichen Tönen in Nora Matoczas Engadin-Ansichten.
Zeichnungen neben winzigen Holzschnitten neben Scherenschnitten neben Ölgemälden: in der Revue, die die Kuratoren Barbara Henning und Uli Olpp am Betrachter vorbei passieren lassen, dürfte nicht nur für jeden Besucher etwas dabei sein, die Schau bietet auch einen Überblick über regionales Kunstschaffen und die Arbeit des Museums-Teams.
Wohl sind die Künstlermitglieder des Fördervereins Kunstmuseum Hersbruck auch außerhalb der dicken Mauern des kleinen Museums tätig geworden. Mit der Bestückung der langen Gänge im Finanzamt, „Kunst liegt in der Luft“ in der Prager Straße und der Skulpturenmeile, die sich von der Fackelmann-Therme bis durch den Mauergraben zieht, haben sie fast unübersehbare künstlerische Spuren in Hersbrucks Stadtbild hinterlassen.

Trotzdem geben auch gestandene Hersbrucker noch etwas verschämt zu, das Museum bisher nicht wahrgenommen zu haben. Diesem Zustand können sie nun bei erweiterten Öffnungszeiten ein Ende setzen- und dabei bisher Versäumtes elegant in einem Aufwasch nachholen. Das Museumsteam hat mit dem Jazz Duo Achim Göttert am Saxophon und Denis Cuni Rodriguez an der Posaune schon einmal vorgefeiert und wartet nun

Mi, Do, Fr und Sa von 15-18 Uhr und So von 14 bis 16 Uhr

auf Besucher. Der Eintritt ist frei, die Ausstellung noch bis zum 8. Mai geöffnet.


 














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