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Mannigfaltig und ursymphatisch

„Verlassen Sie die Ausstellung mit einem Lächeln!“

Werkschau des Künstlers Tilman Oehler im Kunstmuseum

Das Kunstmuseum Hersbruck zeigt noch bis 23. Mai ältere und neue Werke des Oberrüsselbacher Künstlers in der Ausstellung „Retro“.

„Mannigfaltig und ursympathisch“ wird die Ausstellung angekündigt, und das trifft sowohl auf den Künstler selbst als auch auf seine Werke zu. Die Auswahl, die Oehler für die Ausstellung selbst getroffen hat, bietet eine ganze Reihe unterschiedlicher Techniken von Zeichnungen über Linoldrucke, Terrakottaplastiken und bunt glasierte Keramikteller. Darunter befinden sich alte Wegbegleiter, die in den 60er Jahren entstanden sind, aber auch viele jüngere Exponate.
Vorstellung und Einführung in die Ausstellung übernahm der Nürnberger Künstler Hartmut Kuhnke. Der in Leipzig geborene und in Ansbach aufgewachsene Tilman Oehler hat während des Studiums in München seine Vorliebe für die Keramik entwickelt, Bereits seit 1982 arbeitet er in seinem Atelier auf dem Oehlerhof in Oberrüsselbach. Kuhnke lobt die Intensität der Arbeiten Oehlers, die sich besonders im Bereich der angewandten Kunst wie zum Beispiel Keramikgeschirr oder Kachelöfen ausdrückt. Quasi „im Vorbeigehen“ beeindrucken und inspirieren sie den Benutzer und Betrachter.
Die ausgestellten Werke, seien es Bilder oder Plastiken, sind oft abstrakt. Manche stellen kleine Szenen dar, wieder andere vermitteln mit Form und Farbe Stimmungen oder bestimmte Ereignisse. Oehler erschafft dabei aber keine schmerzhafte Abstraktion, sondern eher eine humorvolle Verzerrung der Dinge, fast schon eine Karikatur. Das für die Kunst unabdingbare Rebellentum drückt sich in Oehlers Werk oft mit einem deutlichen Augenzwinkern aus. Es lohnt sich, die Bilder genauer zu betrachten, oft finden sich Doppeldeutigkeiten und kleine humorvolle Details wie eine Karikaturmaus, die vor einer Katze liegt. Nicht ohne Grund fordert Laudator Kuhnke die Besucher auf: “Verlassen Sie die Ausstellung mit einem Lächeln!“
Zur Vernissage erschienen nicht nur viele Hersbrucker Kunstfreunde, sondern auch Künstlerkollegen aus Nürnberg. Während es in den Räumen des Kunstmuseums wegen des erfreulich hohen Interesses der Besucher recht eng zuging, blieb der Künstler selbst präsent und doch im Hintergrund. Stets ansprechbar und wie angekündigt ursympathisch wirkte er ein wenig, als würde er mit humorvoller Nachsicht seine Kinder beim Spielen beaufsichtigen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 13. Mai mittwochs bis samstags von 15.00 bis 18.00 Uhr und sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr im Kunstmuseum zu sehen.

Text und Bild Susanne Baderschneider


Mehr Infos unter:
http://oehler-hof.de/
Teile dieser Meldung wurden von Text und Bild Susanne Baderschneider übernommen.

 












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