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Internationale junge Kunst in Hersbruck

16 Künstlerinnen und Künstler, die keiner hier kennt, stellen im Kunstmuseum Hersbruck aus. Warum man sich das ansehen sollte? Weil hier junge Kunst am Puls der Zeit gezeigt wird, ein Beitrag zur Völkerverständigung geleistet und auch noch feine Fäden zur regionalen Kunstszene gesponnen werden. Zur Eröffnung am 2.Februar um 20 Uhr im Torwärterhäuschen am Spitaltor ist jeder herzlich eingeladen.

Süd-Korea, Israel, Algerien, USA, Slowenien, Türkei und etliche Länder mehr- das sind die Nationalitäten der Künstler, die in der „Alten Schule“ Hohenstein eine Residenzzeit genossen haben. Ein „Artist in Residence“ ist ein Künstler, der durch Bewerbung mit seiner Arbeit für eine begrenzte Zeit eine Art Stipendium in Form einer kreativ zu nutzenden Auszeit errungen hat.
Chris Rupp, Gründerin der Firma Sophist in Nürnberg stellt sich Kunstförderung genau so vor und hat das ehemalige und leerstehende Schulhaus in ihrer Wahlheimat Hohenstein zur Künstlerresidenz umgenutzt . Mit Aufenthaltszeiten zwischen ein und drei Monaten hat die Kunstszene der Welt in den vergangenen Jahren dort Quartier bezogen und ist fleißig gewesen.
Als eine Art „Bezahlung“ für den geförderten Aufenthalt lässt jeder und jede Kunstschaffende ein frisch geschaffenes Werk in Franken zurück. Diese facettenreiche Sammlung aus den Jahren 2015 bis 2017 wird nun im Kunstmuseum zu sehen sein, wo Chris Rupp und ihr Partner Roland Kluge Mitglied sind. Auch wenn die Künstler aus Kanada, Irland, Südafrika, Rumänien und Polen die Abgelegenheit ihrer „Residenz“ durchaus zu schätzen wissen, leben sie nicht völlig zurückgezogen.
Nicht nur vor Ort bieten sie Sprach- und Kreativkurse an und setzen Installationen in die Landschaft, sie besuchen auch die zahlreichen Kunstevents der Region und mischen selbst kräftig mit. Rafi Münz aus Tel Aviv hat sich an dem wegen der zurückliegenden Sturmböen abgehängten „Kunst über der Prager Straße“ beteiligt und bereits den Gegenbesuch zweier Hersbrucker Künstlerkollegen in Israel empfangen. Anita Mowczan aus Polen fotografierte für ihr in Ungarn begonnenes Projekt „Artist Soldiers“ heimische Künstler in Kriegsbemalung- damit soll das innere und äußere Ringen um den eigenen künstlerischen Ausdruck verdeutlicht werden. Diese Schwarz-Weiß-Porträts werden im Kunstmuseum ebenso zu sehen sein wie die stimmungsvoll surrealen Gemälde des Iren Bradley Grey oder die quirligen Arbeiten der Japanerin Tomoko Omata.
Die amerikanische Künstlerin Ashley Williams ist mit ihren hauchzart gemalten hyperrealistischen Arbeiten als einzige zur Ausstellung noch anwesend und kann zu ihren Bildern und ihrem „Residenz-Dasein“ ausgefragt werden. Die anderen 15 Künstler sind durch ihre Arbeiten vertreten, die ein breit gefächertes Spektrum bieten.

Wer zur Vernissage am 2. Februar verhindert ist, kann sich die Ausstellung noch bis 2.April von Mi. bis Sa. von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 14 bis 16 Uhr ansehen, der Eintritt ist frei.


 










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