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Bücherwerkstätte im Kunstmuseum

Reinheit, Freizeit, Brüderlichkeit

Die Original Hersbrucker Bücherwerkstätte stellt im Kunstmuseum Hersbruck zum Thema „Reinheitsgebot“ aus.

Die Biergarten-Saison kommt dieses Jahr nur stotternd in die Gänge. Wer sich einstweilen mental darauf vorbereiten will, dem sei die Ausstellung „Reinheitsgebot“ im Kunstmuseum Hersbruck empfohlen. Alle Mitglieder der Original Hersbrucker Bücherwerkstätte haben sich vom Thema inspirieren lassen und teilweise ganz neue Arbeiten geschaffen.
Zum zweiten Mal in der 15-jährigen Geschichte des kleinen Museums bestückt die laut Museumsleiter Uli Olpp „nach den Kirchen, den Feuerwehren und dem Hirtenmuseum älteste kulturelle Institution der Stadt“, die im Mauerweg residierende Druckwerkstatt, das nur einen Steinwurf entfernte Kunstmuseum mit Werken. Die gehen den Begriffen „Reinheit“ und „Gebot“ auf ganz eigene Weise auf den Grund.
Ob Thomas Lunz´ „Rein, Reiner, am Reinsten“, drei poppig gefärbte Kahlköpfe, oder Timo Regers Druck, der „den Geist der Melissen durch kleine Änderungen am Label des hochprozentigen Getränks“ in ganz neuem Licht erscheinen lässt: „die Kunst wie der Humor sagt Dinge nie direkt, sondern enthält immer eine kleine Brechung“, so Museumsleiter Uli Olpp.
Die Werke „Bierkrug“, „Wurst, Brot, Durst“ , „Presssack“ könnten allerdings direkter nicht sein und wecken den Appetit der zahlreich erschienenen Premierengäste- auf die Kunst-Drucke ebenso wie auf das Hersbrucker Bier und die Brezen dazu.
Die Bücherwerkstätte ist Geschichte, ja fast schon Legende in Hersbruck: der Gründung vor 53 Jahren folgte 1974 der erste handgedruckte Kalender, 1977 der Bezug der urigen Räume im Mauergäßle, wo man Samstags Woldemar Fuhrmann, Dan Reeder, Timo Reger, Armin Krohne, Thomas Lunz, dem „Notfalldrucker“ Sigi Zimmermann und den Gründungsmitgliedern Günter Tobisch und Michael Gölling über die Schulter sehen kann.
Zur Ausstellung haben sich alle „Buchdrucker“ auf ein Plakat gezwängt und Interpretationen zum Reinheitsgebot in der begrenzten Auflage einer handsignierten Gruppenarbeit zusammengetragen. Die kann im Kunstmuseum für 50 Euro erworben werden, ebenso wie die übrigen Blätter und Gemälde. Vergnüglich, frech und handgemacht:

bis zum 17. Juli kann die Ausstellung mit etwa 35 Exponaten Mi, Do, Fr und Sa von 15 bis 18 Uhr und So von 14-16 Uhr bei freiem Eintritt besucht werden.


 















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