Museum Skulpturengarten Künstler Förderverein KMH e.V. Information Freunde + Förderer  
 
   
Kunstmuseum Hersbruck aktuell  Home
 
Farbexplosionen neben stillen Farbräumen

„Farbe Fläche Freiheit“- das diesjährige Thema, das Museumsleiter Uli Olpp vorgab, war ein Heimspiel für die Künstlermitglieder des Kunstmuseums Hersbruck. In der traditionellen „Weihnachtsausstellung“ , 2017 zum vierten Mal im Hirtenmuseum, sind bis 23. Dezember in künstlerischer Freiheit Flächen mit Farben bedeckt – um entweder mit gegenständlicher Malerei eine Illusion zu erzeugen oder mit abstrakten Formen Farbklänge zu erzeugen.

„Farbklänge“ war eines der Stichworte für Laudatorin Barbara Henning, die vor einem großen und interessierten Publikum in die Ausstellung einführte. „Farbrausch“ und „Klangfarben“, diese Begriffe, die optische und akustische Phänomene in Verbindung bringen, führten Barbara Henning zu Gedanken über die Fähigkeit, Farben zu hören und Töne zu sehen, die als Synästhesie bezeichnet wird. Aber auch Nicht-Synästhetikern sind warme und kalte, fröhliche und trübe Farben und die Symbolkraft des romantischen und himmlischen Blaus und des mit Leidenschaft, aber auch Gewalt in Verbindung gebrachten Rot nicht fremd. Die Künstlermitglieder des Fördervereins Kunstmuseum Hersbruck konnten also aus dem Vollen schöpfen und drückten sich auf ganz unterschiedliche Weise aus.
Nicht an den Gegenstand gefesselte Farbkombinationen zeigte die gestische Zusammenarbeit „vielschichtig“ von Christoph Gerling und Ingrid Pflaum, die an diesem Eröffnungsabend in dreifacher Funktion auftrat: als Leiterin des Hirtenmuseums begrüsste sie ihre Gäste aus dem nahegelegenen Kunstmuseum, das sie als zweite Vorsitzende ehrenamtlich unterstützt und als Künstlerin steuerte sie zwei der 40 Werke von insgesamt 32 Künstlern bei.
In Walter Heiters „ Die verschachtelte Freiheit“ zeigt sich der Übergang zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit und Ina Schilling thematisiert die Aspekte von Freiheit in ihrem prächtigen Triptychon „Orient und Okzident“. Vor Luise Oechslers gegenstandslosem Großformat kann man sich in den „Strudel der Farben“ ziehen lassen und mit Federica Burzis fröhlichen Kreidezeichnungen vergnügt „Blau machen“.
Barbara Hennings Fotoarbeiten übersetzen das Wortspiel „FreieFarbFläche – FarbFreieFläche“ ins Bild und Woldemar Fuhrmanns farbstarke Papierschnitte von Bäumen zeigen, wie wenig Einzelheiten das menschliche Gehirn benötigt, um alle Informationen von selbst zu liefern. Nicht so leicht mit der Farbigkeit hatten es die Bildhauer. Monika Ritters zarte Wandreliefs oder Anita M. Franz` weibliche Skulpturen sind von gedämpfter Farbigkeit, Dieter Serfas setzt in seinem aus Fundmaterialien gefertigten Boot voller Flüchtlinge die Signalfarbe Orange in den Schwimmwesten als Hoffnungszeichen.


 















   zur Übersicht
         Seitenanfang